Was ist die «Autonome Buchhaltung» und warum braucht die Wirtschaft sie?

Accounto’s Mission ist die Erschaffung einer Softwarekomponente welche selbst komplexe Geschäftsfälle völlig autonom, also ohne Zutun eines Menschen, fachlich korrekt verbuchen kann.

Wir nennen das schlicht die «Autonome Buchhaltung».

Automatisierte vs. Autonome Buchhaltung

Automatisierung ist momentan in aller Munde: In Produktion, Verwaltung und Finanzen wird versucht, bestehende Prozesse mittels digitaler Technologie zu verselbständigen.

So ist es schon länger relativ einfach standardisierte Geschäftsfälle, wie sie etwa im Handel vorkommen, automatisiert zu verarbeiten und zu verbuchen.

Wo diese Systeme in der Regel große Mühe haben ist in der Verarbeitung von neuen, anders gelagerten Geschäftsfällen. Und geht man diese Herausforderungen aus Sicht der traditionellen Softwareentwicklung an, stößt man bald an unüberwindbare Grenzen. Mit einem Regelwerk und systemischer Software ist bis dato unbekannten Geschäftsfällen nicht beizukommen.

Auf der anderen Seite ist die Erkennung von Belegen immer noch eine Herausforderung. Ich spreche dabei nicht von sauber eingescannten ordentlichen Kreditorenrechnungen, sondern von handschriftlichen Taxi-Quittungen, oder schlecht fotografierten Bar-Rechnungen nach einem feucht-fröhlichen Umtrunks mit guten Kunden. Auch hier haben wir zu Beginn von Accounto gestaunt, wie schlecht selbst etablierte Systeme solche Probleme lösen. Schnell war klar, dass wir nur marginal auf bestehende Technologie werden zurückgreifen können.

Es sind also neue Konzepte gefragt, um weiter zu kommen. Wir gehen das Thema erstmal nicht als Softwareprojekt an. Und wir setzen für die Belegerkennung wie natürlich die Verarbeitung und Verbuchung Machine-Learning ein. Methodisch sehen wir unsere Kern—Engine nicht als Softwareprojekt. Diese Accounto Machine-Learning Engine wird in dem Sinne nie fertig werden. Und sie muss das auch nicht.

Besser als der Mensch

Denn eine 100% korrekte Verarbeitung wird es nicht geben. Die Regulatorien und die immer wieder neuen Belege werden immer dazu führen, dass Fehler passieren. Um damit wird auch immer Raum bleiben für Verbesserungen.

Die meisten Menschen machen den Fehler, dass sie annehmen, dass die menschliche Arbeit im Buchhaltungsbereich fehlerfrei ist. Wir haben verschiedene Mystery-Shopping Versuche mit Treuhändern und diplomierten Fachleuten gemacht und die Ergebnisse analysiert. Die Resultate sind auf den ersten Blick überraschend. Die Korrektrate war teilweise nur knapp über 90%, kein Testresultat kam auch nur annähernd an 100% ran.

Nun sind Fehler in der Buchhaltung in gewisser Weise durchaus auch noch ein stückweit Interpretationssache. Wir unterscheiden dabei zwischen haftungsirrelevante und nicht-haftungsrelevanten Fehlern. Ein haftungsrelevanter Fehler ist z. Bsp. ein Fehler, welcher das Ergebnis eines Geschäftes in Summe falsch darstellt und dem Kunden dadurch ein bezifferbarer Schaden entstehen kann. Haftungsirrelevante Fehler hingegen sind zum Beispiel die Verbuchung von Kontoführungsspesen im Cent-Bereich auf dem Konto Telefon. Das ist ein klarer Fehler, überhaupt nicht schön, aber nichts was dem Kunden einen materiellen Schaden verursachen kann.

Bei den haftungsrelevanten Fehlern sind die Fachleute sehr gut. Wir haben in unseren Test fast keine solchen identifiziert. Die doch in Summe recht tiefe gesamthafte Korrektrate wird also zum überwiegenden Teil durch haftungsirrelevante Fehler verursacht.

Die Herausforderung für eine autonomen Ansatz ist also, keine haftungsrelevanten Fehler zu machen und in Summe der Fehler besser als der Mensch zu sein. Ich denke, dass wenn wir das erreichen, ein erster Meilenstein erreicht ist. Fertig ist Accounto’s «Autonome Buchhaltung» dann natürlich dennoch nicht.

Warum braucht die Welt die Autonome Buchhaltung

Wir sind der Meinung, dass Unternehmertum, sei das klein oder groß, so einfach und niederschwellig wie möglich werden muss.

Wir haben in den letzten 100 Jahren zwei verschiedene Bewegungen gesehen: Es ist zum einen viel einfacher geworden grösser angelegte Unternehmen zu starten. Der Zugang zu Wissen, HR und Geld ist viel direkter als früher. Die Eintrittshürden sind fundamental tiefer. Für Selbständige oder sehr kleine Firmen ist es jedoch schwieriger geworden – hauptsächlich durch eine Vielzahl von Vorschriften welche einzuhalten sind.

Buchhaltung und Administration spielt dabei leider eine zentrale Rolle. Die steuerlichen Regulatorien wachsen beständig und es ist für Unternehmen jeder Art eine Herausforderung damit klar zu kommen. Der Anteil an administrativen Ausgaben wächst für fast alle Unternehmen beständig.

Dazu kommt, dass das Geschäft generell schneller geworden ist, was dazu führt, dass dasselbe Transaktionsvolumen in viel mehr Transaktionen aufteilt wird. Das hat zur Folge das die Kosten und der Zeitaufwand für die Unternehmer steigt.

Die «Autonome Buchhaltung» setzt genau da an. Indem diese Transaktionen, sozusagen vom Beleg bis zum Abschluss, vollautomatisiert werden, wird dieser Kostenentwicklung der Riegel geschoben. Die Entlastung der Wirtschaft durch die «Autonome Buchhaltung» wird massiv sein und schafft Raum für eine schnelleres, optimaleres digital getriebenes Geschäft.

Unliebsame, mühsame, monotone und bald sinnlose Arbeit

Der zweite Punkt warum wir denken, dass die Welt die «Autonome Buchhaltung» braucht ist, dass der große Teil dieser Arbeit die Menschen persönlich nicht weiterbringt. Natürlich gibt es auch spannende Buchhaltungsarbeit – ich denke etwa an Abschlussgestaltung, finanzielle Planung und Interpretation von Finanzzahlen – der grösste Teil der Arbeit ist jedoch monoton, repetitiv und mühsam. In der Regel sind 80% der Arbeit Belege sortieren,  Belege suchen und Daten manuell eingeben. Diese so verbrauchte Energie und Lebenszeit sollte unserer Meinung nach anders investiert werden.



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