Ein Teil des Accounto Teams in einer Lunch Pause

Hello World! Accounto – das erste Machine Learning Accounting Start-Up

Warum ich diesen Artikel schreibe, hat zwei Gründe; zum einen ist es nun ziemlich genau 9 Monate her, seit Accounto sozusagen im Kopf gezeugt worden ist und diese Tage ist die Accounto Technology AG im Handelsregister eingetragen.  Die Firma ist also sozusagen auf die Welt gekommen. Hello world!

Zum anderen werde ich nun fast jeden Tag danach gefragt, was es denn nun mit dieser neuen Firma auf sich habe. Zeit also ein bisschen zu erzählen was Accounto ist, was wir tun und wie wir es tun.

(Lesedauer: 3 Minuten)

Was ist Accounto?

Accounto befreit Kleinunternehmer von sämtlichen Buchhaltungsarbeiten. Punkt.

Sichtbares Herzstück unserer Firma ist eine Webapplikation mit der unsere Kunden z. Bsp. Lieferantenrechnungen freigeben und bezahlen, Kundenrechnungen schreiben,  Mahnungen auslösen, Mitarbeiter verwalten können und vieles mehr. Einfach alles um eine Kleinfirma ohne eigene administrative Mitarbeiter und ohne Treuhänder effizient und zeitgemäss durch den geschäftlichen Alltag zu bringen. Das bei maximal 50% der bisherigen Kosten.

Warum braucht es Accounto?

Ich denke ganz einfach, dass die Zeit reif ist, um in diesem Bereich endlich viel mehr Effizienz reinzubringen. Das heisst tiefere Kosten, das heisst aber auch endlich neue Technologie fundamental anders einzusetzen um die Problemstellung Buchführung komplett anders zu lösen. Wenn ich mit Kunden spreche die mir erzählen, wieviel sie für Buchführung ausgeben, welchen Aufwand sie selber treiben und wie mühsam das alles ist, bewegt mich das. Auch wenn ich viele verschiedene Dinge mache, bin ich Unternehmer im Herzen (manchmal lieber manchmal weniger gern J)

Ich habe ziemlich viele Gespräche mit Kleinunternehmern geführt in den letzten Monaten. Unter dem Strich werden es wohl über 150 gewesen sein. Anfänglich wollte ich einfach eine bessere Buchhaltungslösung bauen («so einfach wie Facebook»). Mit der Zeit realisierte ich aber, dass fast alle der 150 Kleinunternehmer überhaupt nichts selber machen wollen.

Genau das ermöglichen wir mit Accounto nun: Das ganze Thema Buchhaltung umfassend los zu werden ohne aber die tagesaktuelle Kontrolle darüber zu verlieren. Den ganzen Papierkram vom Hals zu haben ist ein langgehegter, sehnsüchtiger Wunsch. Er besteht, seit es die Buchführungspflicht gibt.

Das Kind ist geboren, laufen tut es noch nicht. Aber krabbeln

Eine meiner Firmen erbringt schon ein paar Jahre eine strukturierte, pauschalisierte Buchhaltungsleistung. Wir wissen wie dieses Geschäft funktioniert. Wir haben gelernt, dass man, sobald man nicht nach Aufwand, sondern pauschal abrechnet, damit beginnt schlagartig effizienter zu werden. Wir nennen das Systematisierung. Und das geht mit zunehmendem Volumen immer besser.

Wir haben also bereits Kunden, nehmen im Moment auch noch in reduziertem Umfang neue Kunden an. Parallel dazu gilt es im Moment die Kapazität zu schaffen um in grösserem Stil Neukunden auf die Plattform zu bringen.

Wir haben nun einen interne Go Live Termin für die Plattform und wir zählen in Wochen bis zum Public Launch. Generell ging alles sehr schnell in den vergangenen Monaten. Vom Zusammenstellen des Teams über erste Mocks, einem ersten Prototypen hin zur heutigen Plattform welche komplett auf Microservices aufbaut. Jan-Hendrik, mein Co-Founder, wird sicher in den nächsten Wochen hier das eine oder andere zur Technologie schreiben. Ich denke auch, dass wir ein paar grundlegende strategischen und architektonischen Fehler eben nicht gemacht haben und uns das jetzt grad sehr viel Ärger und Kosten spart. Und eine einfache, auch geografische, Expansion ermöglichen wird.

Accounto ist im Moment also eine bereits funktionierende Firma, mit einem leidenschaftlichen Team das ein gigantisches (nie endendes) Softwareprojekt in ein komplett neues Produkt giesst, das für den Kunden fundamental besser als alles Bestehende ist. Das tönt nicht nur verrückt, das ist es auch.

Ziel: 100% Automatisierung

Als ich mich mit Machine Learning zu beschäftigen begann, war das für mich ein grosses diffuses Thema. Machine Learning hat unglaubliches Potential, so viel ist klar, wo man das aber konkret einsetzen kann ist den meisten Leuten, gerade auch in der Softwarebranche, nicht bewusst.

Es ist im Moment überhaupt nicht so, dass wir sämtliche Prozesse bereits komplett automatisiert hätten. Wir werden uns auch in Zukunft nicht primär daran ausrichten, was technologisch möglich ist, sondern was ökonomisch sinnvoll ist. Da Technologie aber sprichwörtlich jede Woche günstiger wird, spielt die Entwicklung für uns. Das führt zur eher paradoxen Planungssituation, dass wir an einem Punkt in der Entwicklung wohl bei steigendem Volumen real sinkende Kosten haben werden.

Das heisst konkret, dass wir unser Team zuerst ziemlich ausbauen müssen, es nach und nach aber wieder reduzieren können. Die Vision ist 100% Automatisierung zu erreichen.  Ich habe ziemlich viele Daten die die Annahme unterstützen, dass das möglich sein wird.

Agiles Unternehmen

Was ich mir auch fest vorgenommen habe, ist Accounto als agiles, selbstorganisiertes Unternehmen aufzubauen. In der Startup-Phase wird davon noch nicht so viel zu spüren sein. Wer mich von anderen Aktivitäten kennt, weiss, dass ich es als den einzigen Weg erachte, ein wirklich wandlungsfähiges, supereffizientes Unternehmen zu führen.

Blog

Das war es für heute auch schon. Ich werde hier von nun an regelmässig schreiben, was wir so tun und wie es so läuft. Auch sollte es mal nicht so toll laufen – was ganz bestimmt der Fall sein wird. Denn ein Startup aufzubauen ist immer eine Achterbahnfahrt.

Und wie auch auf meinem persönlichen Blog, ist es auch hier immer erlaubt und gewünscht Fragen zu stellen und zu kommentieren. Also bitte einfach drauf los.

(Bild: Ein Teil des Accounto Teams beim Lunchbreak)

1Kommentar
  • Roland Edwards
    Posted at 15:18h, 26 Juli Antworten

    Much success to you and your colleagues!

Schreib einen Kommentar