Old office machine used for calculations

Die nächste Generation Buchhaltung: Die automatisierte Buchhaltung

Mein Grossvater war Buchhalter in der Strickerei Zimmerli in Aarburg. Damals, 1930, war die „Stricki“ wie das Unternehmen allgemein genannt wurde, ein relativ grosser Betrieb der seine Textilprodukte in die ganze Welt exportierte. Seither gab es in der Buchhaltung 2 Paradigmenwechsel. Am 3. arbeiten wir von Accounto gerade.

Erstes Paradigma: Voll-Manuelle Buch-Führung

Buchführung war damals im eigentlichsten Sinne des Wortes organisiert. Es gab in der Buchhaltungs-Abteilung verschiedene Personen, welche in grossen Büchern die Geschäftsfälle buchhalterisch festhielten. Das Ganze war, grob beschrieben, so organisiert, dass jeder Mitarbeiter ein oder mehrere Nebenbücher unterhielt. Er sammelte also die Kosten (und teilweise auch Erträge) und trug diese in sein Buch ein – er führte Buch.

Alle diese Endresultate wurden periodisch in das Hauptbuch übertragen in welchem dann die gesamte finanzielle Situation des Unternehmens dargestellt werden konnte.

Das war eine recht harte Arbeit, denn damit man gut jede Ecke dieser grossen Bücher erreichen konnte, musste oft längere Zeit auch im Stehen gearbeitet werden.

Erste Erleichterungen

Erste Erleichterungen brachten bereits relativ früh Grossrechner. Ich erinnere mich, dass mein anderer Grossvater, beruflich Direktor im Oscar Weber Warenhaus, mir erzählte, dass sie nach Kriegsende einen ZUSE Rechner an der ETH begutachtet hätten. Und eine Investition in einen Grossrechner so allmählich in Betracht zogen. Ob und wann sie dann was tatsächlich kauften, entzieht sich leider meiner Kenntnis.

Zweites Paradigma: Semi-Manuelle Buchhaltung

Die regulatorischen Anforderungen stiegen in den Nachkriegsjahren schnell. Buchhaltung wurde zunehmend ausgelagert und bald war das externe Besorgen der Buchhaltung mehr oder minder der Standard für kleinere Unternehmen.

Mit dem Aufkommen des PCs wurde diese Entwicklung nach und nach rückgängig gemacht. Durch den PC waren die Kleinunternehmer plötzlich in der Lage zumindest weite Teile ihrer Buchhaltung selbständig zu machen. In den meisten Fällen geschah dies, weil sich damit erhebliche Kosten sparen liess.

Internet

Mit dem Aufkommen des Internets bewegten sich die Buchhaltungs-Programme zunehmend in die Cloud. Dies bringt für den Kunden nochmals einen Kostenvorteil auf der Softwareseite. Zudem sind die lästigen und kostspieligen Installationen und Updates nicht mehr notwendig, weil die Buchhaltungssoftware zentral gewartet und aktualisiert werden kann.

Was bleibt ist, was am meisten schmerzt

Was für die Kunden aber am meisten schmerzt, ist die viele Zeit, welche noch immer in die Buchhaltung gesteckt werden muss. Bei Accounto zählen wir auch die Zeit welche für Arbeitsvorbereitung verbraucht wird zur Buchhaltung selber; also Umschläge öffnen, Belege sortieren, Ordnung schaffen, abheften etc.

Unsere Berechnungen und Befragungen zeigen, dass ein Kleinunternehmer schnell 8-10 Stunden pro Woche für diese Arbeiten aufwenden muss. Mit guter Organisation und guter Sachkenntnisse bringt er oder sie diesen Wert erheblich runter. Nur, bei den meisten Kleinunternehmern mangelt es genau an diesen beiden Dingen.

Drittes Paradigma: Vollautomatisierte Buchhaltung

Wir bei Accounto gehen hier einen ganz anderen Weg. Wir sind der Meinung, dass Buchhaltung in Zukunft 100% automatisiert erfolgen muss. Denn das Sortieren, Klassifizieren, Kontieren und Buchen von Belegen ist für Maschinen eine vergleichsweise einfache Aufgabe. Also im Vergleich z. Bsp. zu einer Gesichtserkennung auf Bildern zum Beispiel.

Ich glaube wir stehen damit ganz am Anfang dieser Entwicklung und ich bin stolz, dass Accounto das erste Produkt überhaupt ist im Buchhaltungsbereich, welche diesen ganzheitlichen Ansatz fährt.

Accounto - Online-Buchhaltung für KMU

Manchmal fragen mich Kunden, wo Sie denn das Buchhaltungskonto in z. Bsp. einer Kreditorenrechnung angeben können. Ich antworte jeweils mit der Gegenfrage: „Warum sollten Sie das tun wollen?“. Die Antwort die ich am meisten höre, „weil wir das schon immer so gemacht haben“, zeigt auf wie wir alle in diesem Denken verfahren sind, dass wir Buchhaltung selber machen müssten.

Und so werden Sie mit Accounto keine Buchungskonti verändern können. Sie können sie nicht einmal einsehen auf Beleglevel. Wir haben uns ganz bewusst dagegen entschieden – wir betrachten es als Ablenkung resp. Rückführung in diese mit der Zeit auslaufende Buchhaltungs-Analogie.

Und, viel wichtiger; könnten unsere Kunden die zu buchenden Konti beeinflussen, würde die Qualität sinken. Also lassen wir es sein.

Mehr als Buchhaltung

Als ich zu Beginn von Accounto mit mehr als 100 Kleinunternehmern gesprochen habe, wurde schnell klar, dass das komplette „Abnehmen“ der Buchhaltung ein fast schon sehnlicher Wunsch ist.

Aber die Buchhaltung ist nur ein Teil von dem was Kleinunternehmer heute belastet. Es geht auch um weitaus banalere Dinge wie die Verarbeitung der täglichen Post oder weniger banales wie z. Bsp. die komplette Personaladministration.

Damit kriegen wir die Zeit welcher ein Kleinunternehmer pro Woche mit Buchhaltung und Administration verbringen muss, auf unter eine Stunde. Denn es gibt nicht mehr viel zu tun für ihn: Offerten & Rechnungen schreiben, Kreditorenrechnungen prüfen und freigeben, den Zahlungslauf durchführen und die rechtlich notwendigen Dokumente unterschreiben. Alles auf unserer Plattform. Egal wann und egal wo.

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