2 Gründe – weshalb man mit Buchhaltung nicht zu viel Zeit verschwenden sollte

Ich will mal ganz ehrlich sein – ein abgeschlossenes Studium bedeutet vermutlich nicht viel. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass Studenten in einem Punkt so manchen Unternehmen ein Vorbild sein sollten. Und zwar, wenn es darum geht, unnötigen Arbeitsaufwand zu streichen. Es geht hierbei nicht um eine normative Wertung von Motiven, sondern lediglich darum, wie man seine Zeit sinnvoll investiert – wofür auch immer.

Bei Studenten stellt sich oft die Frage, wie komme ich mit minimalem Aufwand zum maximalen Erfolg (was Erfolg ist, definiert jeder für sich selbst, seien es gute Noten oder durchfeierte Nächte). In der Arbeitswelt geht es im Grunde genommen um dasselbe. In welchen Tätigkeiten ist die eigene Zeit sinnvoll investiert? Was Sie hierbei als sinnvoll bewerten, ist grundsätzlich Ihnen überlassen. Nur Buchhaltung, das ist weder für Studenten, noch für Unternehmen eine sinnvolle Tätigkeit.

Buchhaltung war für mich eine Glückssache. „Pass or Fail“ Prüfungen habe ich nie besonders viel Aufmerksamkeit, beziehungsweise Zeit geschenkt. Im Grunde muss man ja nur bestehen. Und, obwohl mein Zeugnis beweist, dass ich die Buchhaltungsprüfung bestanden habe, war Buchhaltung für mich eine in gewisser Weise eine Glückssache. Habe ich das Glück die richtigen Konten zu wählen – habe ich das Glück die Zahlen nicht zu verdrehen – habe ich das Glück, dass unterm Strich alles stimmt?

Mein offensichtlich vorhandenes Defizit im Bereich der Buchhaltung hat nichts mit fehlender Intelligenz, sondern lediglich mit meiner damaligen Prioritätensetzung zu tun. Dementsprechend war es mein Ziel diese Prüfung mit minimalem Aufwand, knapp zu bestehen – denn alles andere wäre für mich Zeitverschwendung gewesen.

Nennen Sie es Minimalismus, Faulheit oder Dummheit – ich nenne es viel lieber Effizienz. Aber lassen Sie mich nun meine damaligen Überlegungen auf die Praxis übertragen. Ich erzähle Ihnen das nicht, damit Sie die Sinnhaftigkeit von Universitäten in Frage stellen, oder an den heutigen Absolventen und deren Fähigkeiten zweifeln. Es geht mehr darum eine unvoreingenommene Perspektive einzunehmen und dadurch die Entscheidungen rund um die Buchhaltung neu zu beleuchten, sodass Sie in der Lage sind Ihre Prioritätensetzung neu zu überdenken.

Es gibt keine schlechte oder gute Buchhaltung

Zuallererst wird Buchhaltung Ihnen niemals einen kompetitiven Vorteil verschaffen. Genauso wenig, wie ich damals meinen Notenschnitt durch die Buchhaltungsprüfung hätte aufpolieren können. Buchhaltung ist nichts was man besser machen kann, als durch Standards vorgeschrieben. Entweder die Buchhaltung stimmt oder sie stimmt nicht. Entweder die Buchhaltung entspricht den vorgeschriebenen Standards oder sie tut es nicht. Es gibt keinen Spielraum beim Endresultat. Sie werden nicht für eine besonders gute Buchhaltung belohnt, weil es das schlichtweg nicht gibt. Die Buchhaltung hat keinen direkten Einfluss auf Ihre Dienstleistung oder Ihre Produkte. In anderen Worten, solange Ihre Buchhaltung in Ordnung ist, interessiert Sie keinen. Also die Buchhaltung ist etwas, dass man haben muss, aber gleichzeitig etwas, wofür man nicht belohnt wird. Spätestens jetzt sollte klar sein, dass man Buchhaltung beziehungsweise die dafür aufgewendete Zeit minimieren muss – denn durch Buchhaltung gewinnt man einfach nichts.

Für mich war die bestandene Buchhaltungsprüfung damals zum einen eine Grundvoraussetzung für das erfolgreiche Absolvieren des Studiums, zum anderen aber auch eine Grundlage für andere Fächer. Weshalb ich an dieser Stelle anfügen möchte, dass ich die Notwendigkeit einer korrekt geführten Buchhaltung nicht allein auf unsere Gesetze oder Standards abschieben möchte. Denn spätestens beim Controlling, im Steuerrecht und auch bei der Finanzbuchhaltung wurde mir klar, dass sich viele spannende organisationsspezifische und existenzrelevante Entscheidungen in gewisser Weise auf der Buchhaltung abstützen. Weshalb es wichtig ist zu wissen, wo Abhängigkeiten und Informationsbedarf für weitere Entscheidungsfindungen gegenüber der Buchhaltung bestehen. Aber selbst wenn Buchhaltung wichtig ist, sie wird nicht besser, oder hilfreicher umso mehr Zeit man damit verbringt, sie zu erstellen.

Genau hier knüpft der zweite Grund, weshalb Buchhaltung oft Zeitverschwendung ist, an.

Buchhaltung ist relevant – aber nicht Ihr Existenzgrund

Es gibt wichtigeres als Buchhaltung. Seien es strategische Entscheide oder die operativen Alltag-Tätigkeiten Ihres Unternehmens. Buchhaltung ist gewissermassen nur ein Unterstützungsprozess. Meiner Meinung nach sollte man seine eigene Zeit in Dinge investieren, die man zum einen gut kann und zum anderen gerne macht. Oft gehen diese beiden Dinge Hand in Hand, denn man ist, oder wird zumindest immer in denjenigen Dingen gut sein, die man gerne macht. Unter der Annahme, dass Buchhaltung in den seltensten Fällen zu den Lieblingsaufgaben eines Menschen gehört, wird jeder etwas in seinem Leben haben, dass er lieber macht als Buchhaltung. Für mich im Studium hiess das, meine Zeit für diejenigen Fächer aufzuwenden, mit welchen ich meinen Notenschnitt aufpolieren kann (es sei dahingestellt, ob gute Noten das einzige Ziel eines Studenten sein sollten). Für Sie heisst das, sich auf Ihre eigentliche Tätigkeit zu konzentrieren. Sind Sie ein Bäcker – verbringen Sie Ihre Zeit in der Bäckerei. Sind Sie Fotograf – verbringen Sie Ihre Zeit beim Fotografieren. Sind Sie Eventplaner – verbringen Sie Ihre Zeit mit Planen von diversen Events.

Sie denken jetzt bestimmt, das ist einfacher gesagt als getan, denn man muss ja eine Buchhaltung haben. Da haben Sie auch vollkommen Recht. Ob man eine Buchhaltung hat oder nicht, steht nicht zu Debatte. Was aber sehr wohl zur Debatte steht, ist, ob es sinnvoll ist die Buchhaltung selber zu machen. Im Gegensatz zu Ihnen hatte ich im Studium diese Wahl nicht, so war ich wohl oder übel gezwungen mich mit der Materie auseinanderzusetzen, damit ich die Prüfung am Ende mit einer knappen 4.0 bestehen konnte. Jegliche Form des Outsourcings hätte wohl als Betrug gegolten und dem emotionalen Stress, während einer Prüfung den Accounto Support zu kontaktieren, war ich schlichtweg nicht gewachsen.

Aber erfreulicherweise haben Sie die Wahl. Sie können sich bewusst dazu entscheiden Ineffizienzen zu überwinden und sich nicht länger mit den mühsamen Teilen Ihrer Buchhaltung zu beschäftigen. Es gibt heutzutage genug Anbieter gibt, die Ihnen die bislang zeitraubende und aufwändige Buchhaltung erleichtern. Es stehen Ihnen also Instrumente zur Verfügung, einen aufwändigen und zeitraubenden Unterstützungsprozess zu vereinfachen. Wenn Sie ein riesen Loch graben müssen, können Sie das mit den Händen machen, mit einer Schaufel oder Sie beauftragen eine Baggerfirma Ihnen das gewünschte Loch in kürzerer Zeit zu graben.

Denken Sie zurück an Ihre Schul- oder Studienzeit Sie können mit der Buchhaltung keine gute Note erzielen, und es gibt wichtigere und spannendere Fächer als Buchhaltung – verschwenden Sie also keine Zeit damit.

Zusammengefasst heisst das, dass Buchhaltung erstens sehr wohl eine Notwendigkeit darstellt, aber darüber hinaus nicht mehr, als eine Entscheidungsgrundlage ist. Als Entscheidungsgrundlage sollte die Buchhaltung in den Hintergrund rücken und möglichst effizient erstellt werden, sodass insgesamt mehr Zeit für das Wesentliche bleibt.

Ich für meinen Teil werden demnach meinen Buchhaltungsaufwand, wie in der Vergangenheit, so gering wie möglich halten, sicherstellen, dass ich die wesentlichen Bestandteile verstehe und das Verbuchen meiner Belege, Experten überlassen.



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